top of page
  • 4. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Die Prä-Menopause bezeichnet die Lebensphase vor der eigentlichen Menopause, in der der weibliche Hormonhaushalt beginnt, sich zu verändern. Häufig wird auch der Begriff Perimenopause verwendet, da in dieser Zeit bereits deutliche hormonelle Schwankungen auftreten. Diese Phase kann mehrere Jahre andauern und geht bei vielen Frauen mit körperlichen und psychischen Beschwerden einher.



Alter des Auftretens

Prä-menopausale Beschwerden treten meist zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr auf, können jedoch individuell früher oder später beginnen. Die eigentliche Menopause, also das endgültige Ausbleiben der Menstruation, tritt im Durchschnitt um das 50. bis 52. Lebensjahr ein. Die Prä- bzw. Perimenopause kann sich über 5 bis 10 Jahre erstrecken.



Hormonelle Veränderungen

In der Prä-Menopause kommt es zu unregelmäßigen Schwankungen der Hormone Östrogen und Progesteron. Diese Hormone steuern unter anderem den Menstruationszyklus, den Schlaf, die Körpertemperatur und die Stimmung. Die hormonellen Veränderungen sind die Hauptursache für die auftretenden Beschwerden.

Progesteron ist in der Regel das erste Hormon, das sich in der Prä-/Perimenopause deutlich verändert.


Etwas genauer erklärt:

  • Progesteron wird nach dem Eisprung gebildet.

  • In der frühen Prä-Menopause kommt es häufiger zu Zyklen ohne Eisprung.

  • Dadurch sinkt der Progesteronspiegel früher und stärker, während Östrogen oft noch relativ normal oder sogar schwankend hoch ist.


Ein Mangel an Progesteron kann unter anderem zu folgenden Beschwerden führen:

  • unregelmäßige oder verkürzte Menstruationszyklen

  • verstärkte Blutungen

  • Schlafstörungen

  • innere Unruhe oder Reizbarkeit

  • verstärkte PMS-ähnliche Symptome


Und was ist mit Östrogen?

  • Östrogen verändert sich meist etwas später.

  • Es sinkt nicht gleichmäßig, sondern schwankt stark (mal hoch, mal niedrig).

  • Diese Schwankungen sind häufig verantwortlich für Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen.



  1. Körperliche Symptome


  • Unregelmäßiger Menstruationszyklus

  • Hitzewallungen und Nachtschweiß

  • Schlafstörungen

  • Kopfschmerzen oder Migräne

  • Gewichtszunahme und veränderte Fettverteilung

  • Müdigkeit und Erschöpfung



2. Psychische und emotionale Symptome


  • Stimmungsschwankungen

  • Reizbarkeit und Nervosität

  • Konzentrationsprobleme

  • Depressive Verstimmungen

  • Erhöhte Stressanfälligkeit



Auswirkungen auf den Alltag

Die Beschwerden können die Lebensqualität deutlich beeinflussen. Schlafprobleme und Müdigkeit wirken sich negativ auf Leistungsfähigkeit und Konzentration aus. Stimmungsschwankungen können Beziehungen im privaten und beruflichen Umfeld belasten. Viele Betroffene empfinden die körperlichen Veränderungen als verunsichernd, da sie den Übergang in einen neuen Lebensabschnitt symbolisieren.



Umgang mit prä-menopausalen Beschwerden

Zur Linderung der Beschwerden können beitragen:

  • ein gesunder Lebensstil (Bewegung, ausgewogene Ernährung)

  • Stressbewältigung und Entspannungsmethoden

  • ärztliche Beratung, um Ursachen abzuklären und geeignete Maßnahmen zu besprechen

Je nach Stärke der Symptome können auch therapeutische oder medizinische Behandlungen sinnvoll sein. Nebst hormon Präparaten können auch pflanzliche Naturheilmittel Linderung verschaffen.



Fazit

Prä-menopausale Beschwerden sind ein natürlicher Bestandteil des hormonellen Wandels, der meist ab dem mittleren Erwachsenenalter beginnt. Die Symptome sind individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt. Eine gute Aufklärung hilft, diese Phase besser zu verstehen und bewusst zu bewältigen.



Quellenangaben

  1. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA):Wechseljahre der Frau

  2. Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG):Informationen zu Perimenopause und Menopause

  3. Mayo Clinic:Perimenopause – Symptoms and causes

  4. World Health Organization (WHO):Research on menopause and women’s health

 
 
 

Kommentare


bottom of page